Die erste Runde der IOAA 2021 hat begonnen!

Du bist Schüler*in an einer deutschen Schule, bist im September 2021 nicht älter als 20 Jahre alt und interessierst dich für Physik und Astronomie? Dann bist Du hier genau richtig!

Die erste Wettbewerbsrunde des Auswahlwettbewerbs zur IOAA 2021 ist als Hausaufgabenrunde konzipiert und besteht aus 5 Aufgaben, bei denen Du jeweils 5 Punkte erreichen kannst. Darin geht es um spannende Themen wie z.B. das supermassereiche Schwarze Loch im Zentrum unserer Milchstraße oder die Expansion des Universums. Einige der Probleme sind dabei durchaus herausfordernd und geben einen guten Vorgeschmack auf die weiteren Runden.

Lade Dir die Aufgaben am besten gleich hier herunter und beginne mit der Bearbeitung. Mitmachen lohnt sich in jedem Fall!

Deine Lösung kannst Du bis zum 1. März 2021 per Mail an info@ioaa-germany.de schicken. Du kannst Deine Lösung am Computer schreiben oder handschriftlich und dann einscannen / abfotografieren. Bitte sende uns möglichst nur eine Datei in der Form vorname-nachname.pdf und nicht unzählige Einzelbilder. Wenn Lösungen eingescannt werden, dann füge diese bitte zu einem PDF-Dokument zusammen. Wenn Du Deine Lösungen einschickst, schreibe uns bitte auch Deine Schule, Dein Bundesland und Deine Klassenstufe. Das hilft uns, den Wettbewerb in den kommenden Jahren noch bekannter zu machen und gezielter an den Schulen zu werben.

Wenn Du mehr als die Hälfte der Punkte in der ersten Runde erreichst (also 13/25) oder zu den besten 50 % der Teilnehmer gehörst, qualifizierst Du Dich für die Finalrunde, welche im März und April 2021 stattfinden wird. Dort hast Du die Chance auf einen der 5 Plätze im Nationalteam für die IOAA 2021. Diese wird voraussichtlich in Bogotá (Kolumbien) stattfinden, nachdem die IOAA 2020 dort Corona-bedingt ausfallen musste. Als kleine Motivation kannst Du Dir den erstklassig produzierten Trailer zur IOAA 2020 anschauen:

Viel Erfolg und Spaß beim Bearbeiten der Aufgaben!

GeCAA 2020

Aufgrund der Corona-Pandemie musste die IOAA 2020 in Kolumbien leider abgesagt bzw. auf das nächste Jahr verschoben werden. Um für die SchülerInnen wenigstens einen kleinen Ersatz zu schaffen, wurde ein alternativer Online-Wettbewerb durchgeführt – die Global e-Competition on Astronomy and Astrophysics. Dabei durfte nicht nur das fünfköpfige Nationalteam teilnehmen, sondern jedes Land war berechtigt, bis zu 10 SchülerInnen zu registrieren. Somit hatten auch einige Nachrücker die Chance, die einen Platz im Team bei der Finalrunde knapp verpasst hatten. Aufgrund von Terminschwierigkeiten war es allerdings nur für zwei Schüler des eigentlichen Teams möglich, bei der GeCAA mitzumachen. Insgesamt gingen für Deutschland 8 Schüler an den Start. In drei Online-Klausuren konnten sie ihr Wissen über Astronomie und Astrophysik unter Beweis stellen. Ergänzt wurde das Programm durch zwei Vorlesungen von Prof. Erin Kara (zum Thema Schwarze Löcher) und Astronautin Catherine Coleman, sowie ein Webinar von Dr. Elena Maria Rossi mit dem Thema „Physics and Astrophysics looking through the Gravitational Wave window from Space“.

Abgerundet wurde das Event durch die ebenfalls online durchgeführte Closing Ceremony, bei welcher sich mehrere Schüler über einen Preis freuen durften: Tobias Messer gewann eine Silbermedaille, Lukas Schicht holte Bronze und je eine Honourable Mention ging an Johann Collard, Arthur Collard, Christian Vogel und Ozan Semin. Herzlichen Glückwunsch!

Finalrunde 2020

Die Finalrunde des Auswahlwettbewerbs zur IOAA 2020 in Bogotá, Kolumbien, fand an zwei Wochenenden im März als Online-Klausur statt. Die Schüler bekamen dabei jeweils Freitags die Aufgaben per Mail zugeschickt und hatten dann bis Sonntag Abend Zeit, um ihre Lösungen einzusenden. In der ersten Klausur waren neun theoretische Aufgaben aus ganz unterschiedlichen Bereichen der Astronomie und Astrophysik zu lösen. In der zweiten Klausur ging es dann um praktischere Themen. In den Problemen zur Datenanalyse mussten gegebene Messdaten ausgewertet werden, während die letzte Aufgabe eine Sternkarte beinhaltete, bei welcher die Teilnehmer ihre Orientierung am Nachthimmel unter Beweis stellen durften. Insgesamt 18 Schüler nahmen an dieser Endrunde teil und kämpften um die fünf Plätze im deutschen Nationalteam. Wie hart dieser Kampf war, zeigt insbesondere das Rennen um Platz 5: Zwei Schüler hatten nach den beiden Klausuren die gleiche Punktzahl und mussten deshalb in eine zusätzliche Entscheidungsrunde. Auch hier galt es noch einmal, drei knifflige Aufgaben zu knacken.

Für das Team 2020 haben sich folgende Schüler qualifiziert:

  1. Thomas Kornalik, Ehrenbürg-Gymnasium (Forchheim)
  2. Tobias Messer, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)
  3. Franz Loose, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)
  4. Oliver Iwanek, Thomas-Morus-Gymnasium (Oelde)
  5. Johann Collard, Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium (Dresden)

Herzlichen Glückwunsch!

Übungsaufgaben und Begleitmaterial zur 1. Runde

An registrierte Teilnehmer versenden wir in den kommenden Tagen zusätzliche Übungsaufgaben und in den nächsten Wochen dazu gehörige Musterlösungen. Diese haben keinen Einfluss auf die Ergebnisse der ersten oder zweiten Runde. Allerdings werden in der Finalrunde einige ähnlich gestrickte Aufgaben drankommen, sodass sich eine Bearbeitung auf jeden Fall lohnen wird.

Die erste Runde zur IOAA 2020 hat begonnen!

Ab sofort findet Ihr hier die Aufgaben. Ihr könnt Eure Lösung bis zum 01. März 2020 per Mail an info@ioaa-germany.de senden. Falls Ihr teilnehmen möchtet, wären wir euch außerdem dankbar, wenn Ihr eine kurze Registrierungs-Mail an die genannte Adresse schickt mit Angaben zu Name, Schule, Klassenstufe und Bundesland sowie einer Mailadresse, unter der wir Euch erreichen. Das macht es uns leichter, Euch wichtige Infos zukommen zu lassen, und außerdem bekommen wir einen Überblick über die voraussichtliche Teilnehmerzahl.
Wir freuen uns auf Eure Einsendungen und hoffen auf zahlreiche Teilnehmer!

Erfolg für das erste deutsche Team bei der IOAA 2019

Die Internationale Astronomie- und Astrophysikolympiade ist ein jährlich stattfindender Wettbewerb für astronomieinteressierte Schülerinnen und Schüler. Zur diesjährigen IOAA vom 02. bis 10. August in Keszthely, Ungarn, kamen 260 Schüler aus 46 Ländern zusammen.
Deutschland nahm in diesem Jahr zum ersten Mal an dem noch relativ jungen Wettbewerb teil. Die Initiative dazu kam von Ivan Kokhanovskyi von der LMU München. Das deutsche Nationalteam bestand aus Jonathan Gräfe (Gymnasium Dresden-Bühlau, Dresden), Lukas Hellmann (Albert-Schweitzer-Gymnasium, Erfurt), Ella Hutschenreiter (Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, Dresden), Franz Loose (Martin-Andersen-Nexö-Gymnasium, Dresden) und Max Schneider („Glückauf“-Gymnasium, Dippoldiswalde). Begleitet wurden sie von Ivan Kokhanovskyi und Ilja Göthel. Während Ella kurzfristig als Ersatz einsprang, haben sich die anderen vier in einem dreistufigen Auswahlwettbewerb unter Teilnehmern der Physikolympiade für das Team qualifiziert und wurden in einem selbstorganisierten, einwöchigen Trainingslager auf die Aufgaben der IOAA vorbereitet.
In Ungarn erwarteten die Schüler umfangreiche theoretische und praktische Aufgaben. Den ersten Wettbewerbsteil bildete die Data-Analysis-Klausur. Darin ging es um die Photometrie und Spektroskopie eines Nova-Sterns, sowie ein bedeckungsveränderliches Dreifachstern-System. Insbesondere der zweite Teil hatte es in sich und wurde entsprechend nur von einigen wenigen Schülern gelöst. Am gleichen Tag fand auch die erste Beobachtungsklausur (Night Observation) statt, bei welcher die Schüler mithilfe eines Teleskopes verschiedene Objekte (in diesem Fall Saturn, M57 und AF Cygni) am Nachthimmel finden und untersuchen mussten. Dazu hatten die Veranstalter 88 Teleskope auf dem angrenzenden Sportplatz aufgebaut, sodass die Schüler die Klausur in drei Durchgängen absolvieren konnten. Für den nächsten Tag stand ein Ausflug zu einer Burg inklusive Pferdeshow und mittelalterlichem Mittagessen auf dem Programm. Danach hieß es jedoch noch einmal volle Konzentration bei der fünfstündigen Theorieklausur, deren Aufgaben thematisch breit gefächert, aber an der ein oder anderen Stelle leider nicht hundertprozentig durchdacht waren. Als letztes stand noch die Planetariumsrunde auf dem Plan, bei welcher drei projizierte Sternhimmel hinsichtlich sichtbarer Sterne / Sternbilder, Zeit, Ort usw. analysiert werden mussten. Damit war der anstrengende Teil dann auch endlich geschafft und die Schüler hatten die Gelegenheit, bei Ausflügen nach Tihany und an den Balaton den Kopf frei zu kriegen.
Die deutschen Teammitglieder haben in den Klausuren solide Leistungen gezeigt (in der Theorie etwas mehr als bei der Beobachtung). Bei der feierlichen Abschlusszeremonie konnten sich Jonathan Gräfe und Max Schneider jeweils über eine Silbermedaille freuen. Lukas Hellmann erhielt eine Bronzemedaille und Franz Loose eine Honourable Mention. Im inoffiziellen Länderranking belegte Deutschland damit den 17. Platz. Zu erwähnen ist auch, dass Deutschland als einziges derjenigen vier Länder, welche das erste Mal an der IOAA teilnahmen, Medaillen holte. Die nächste IOAA findet 2020 in Columbien statt. Mit etwas Glück kann auch wieder ein deutsches Team an den Start gehen. Die Auswahlrunden dazu beginnen demnächst.