Am 3. und 17. April 2021 fand die 2. Runde des Auswahlwettbewerbs zur diesjährigen IOAA statt. Rekordverdächtige 40 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten, dass die Begeisterung für Astronomie ausreichende Motivation für eine dreistündige Online-Klausur am Samstagmorgen sein kann.

Begonnen wurde am 3. April mit einer Theorieklausur, in der es in vier längeren Aufgaben beispielsweise um die große Konjunktion von Jupiter und Saturn oder eine bestimmte Art von Exoplaneten ging. Am 17. April stand dann der Data-Analysis-Teil auf dem Programm. Begonnen wurde zunächst mit einem Beobachtungsquiz, das die Orientierung am Nachthimmel und das Wissen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur Position von Sternen, Sternbildern und diversen Deep-Sky-Objekten auf die Probe stellte. Im Anschluss folgte eine weitere Klausur, in der es um die Auswertung von Messdaten und deren Interpretation ging.

Die besten 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durften ein paar Wochen später in der 3. Runde noch einmal antreten und um die begehrten fünf Plätze im Nationalteam kämpfen. Dazu wurde eine weitere Online-Runde im selben Format ausgetragen. In der Theorieklausur am 12. Juni wurden diesmal Meteore, Kometen, ein Exoplanetensystem sowie ‚High mass X-ray binaries‘ (das sind Doppelsternsysteme mit einem Neutronenstern, die stark im Röntgenbereich emittieren) behandelt. Am 19. Juni gab es dann als erstes wieder ein Beobachtungsquiz und anschließend eine Klausur, die Aufgaben zur Sternentwicklung und Bewegungen in der Milchstraße sowie eine Sternkarte beinhaltete.

Die kombinierten Ergebnisse der 2. und 3. Runde bestimmten das diesjährige Nationalteam. Die besten fünf Teilnehmer in diesem Jahr waren:

  1. Christian Vogel (Max-Planck-Gymnasium Groß-Umstadt)
  2. Lasse Blum (Internatsschule Schloss Hansenberg)
  3. Jonas Spiller (Humboldtschule Bad Homburg)
  4. Paul Sprenger (Theodor-Fontane-Gymnasium Strausberg)
  5. Sebastian Holzner (Sebastian-Finsterwalder-Gymnasium Rosenheim)

Sie werden Deutschland im November bei der ebenfalls online stattfindenden 14th International Olympiad on Astronomy and Astrophysics 2021 vertreten. Herzlichen Glückwunsch an die Gewinner und vielen Dank sowie großen Respekt an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Finalrunden für die gezeigten Leistungen!

Wir hoffen, so viele von euch wie möglich im nächsten Jahr wiederzusehen, wenn es um die Vergabe der Plätze für das Team zur IOAA 2022 in der Ukraine geht.